Immer wieder werden bei Sportunfällen ein Riss des Vorderen, seltener auch des Hinteren Kreuzbandes im Kniegelenk festgestellt.

Kreuzbandriss

Als Folge des Kreuzbandrisses entstehen im Gelenk oft Instabilitäten, die längerfristig in der Entwicklung einer Arthrose, also im Gelenkverschleiß, enden. Je nach Ausprägung der Instabilität und des sportlichen Anspruchs des Patienten ist zu prüfen, ob sich durch einen Eingriff ein dauerhaft besseres und stabileres Resultat erzielen lässt. In diesem Falle werden meist Bandersatz-Operationen mit Verpflanzung körpereigener Sehnen vorgenommen. Auch der Funktion des Kreuzbandes, das heißt im wesentlichen der Rotations- und mehrdimensionalen Stabilität, kann so am besten entsprochen werden. Der Eingriff erfolgt heute fast immer in minimal-invasiver (arthroskopischer) Technik.

Im COC Allgäu werden pro Jahr circa 150 Ersatzoperationen des Vorderen Kreuzbandes ausschließlich arthroskopisch durchgeführt. Als körpereigenes Transplantat wird dafür eine entbehrliche Sehne am Oberschenkel verwendet.

Studien zufolge kehren 95% der Behandelten wieder zu ihrer ursprünglichen körperlichen Aktivität zurück. Die Vollbelastung kann innerhalb von 1-2 Wochen erreicht werden.